Veröffentlichungen

J. Fischer, Habt ihr wieder nur altes kaputtes Zeug gefunden? Ein gezeichnetes Grabungstagebuch. Archäologische Ausgrabung einer steinzeitlichen Großsiedlung in Stolniceni, Moldawien (Darmstadt 2018).
156 Seiten; 25,00 €

Ein ungewöhnliches Projekt: Ein Zeichner begleitet eine archäologische Ausgrabung und sammelt seine Eindrücke zeichnerisch und textlich in einem Buch. So entsteht ein sehr ungewöhnlich und sicherlich auch sehr persönlicher Einblick in den Grabungsalltag, wie er auf vielen Ausgrabungen (besonders auf Forschungsgrabungen) herrscht. Ein guter Einblick für Personen, die bisher noch nicht an Ausgrabungen teilgenommen haben und ein Wiedererkennen bei so manchen Passagen für solche, die bereits auf Ausgrabungen tätig waren.

H. Kenzler, Was Sie schon immer über Archäologen wissen wollten. Indiana Jones von Beruf (Norderstedt 2018).
200 Seiten; 14,99 €

Hauke Kenzler ist freiberuflicher Archäologe und Privatdozent an der Universität Bamberg. Er gibt hier einen sehr persönlichen Einblick in die Archäologie, der mit viel Humor (und stellenweise Frust) geschrieben ist. Auch wenn viele ironisch bis zynisch verfasste Passagen nicht verallgemeinert werden dürfen, bietet das Buch ein realistisches Bild der Berufswelt innerhalb der Archäologie aus dem Blickwinkel eines Einzelschicksals. Neben vielen Anekdoten aus dem Arbeitsalltag werden auch grundlegende Methoden der Archäologie anschaulich dargestellt.

M. Wemhoff/M. M. Rind (Hrsg.), Bewegte Zeiten. Archäologie in Deutschland (Petersberg 2018).
480 Seiten; 49,95 €

Die Ausstellung der Landesarchäologen der Bundesrepublik soll eine Leistungsschau der letzten Jahre aufführen. Die wichtigsten Neuentdeckungen aus allen Bundesländern werden allgemeinverständlich und gut bebildert vorgestellt. Aus Niedersachsen finden wir etwa Beiträge zu den Moorfunden (auch aus Gnarrenburg), dem Hortfund von Gessel und der Moorleiche Mora. Vieles hat man schon gesehen oder gelesen, doch hier findet man eine aktuelle Zusammenstellung mit dem neusten Forschungsstand.

V. Groebner, Retroland. Geschichtstourismus und die Sehnsucht nach dem Authentischen (Frankfurt am Main 2018).
224 Seiten; 20,00 €

Der Luzerner Mediävist  Valentin Groebner beschäftigt sich mit dem Grundfragen der Historie: was ist authentisch? Am Beispiel des Geschichtstourismus vom 17. Jahrhundert bis heute werden eingängig Entwicklungen und Forschungsfragen dargestellt. Erfreulicherweise ergeht er sich nicht in kulturpessimistischen Äußerungen, sondern analysiert den Gegenstand seines Interesses neutral. Sein Schreibstil ist kurzweilig und auch für den Nicht-Historiker verständlich.